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Serbien lenkt ein

BNN-Bericht über die Einweihung der Gedenkstätte in Jarek

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06.04.2017 10:39

Letzte Informationen zur Reise nach Jarek

Hier gibt es weitere Infos zur Reise nach Jarek.

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12.12.2016 10:47

Neues vom Bundesverband

Die Gedenkstätte in Jarek wird gebaut und 2017 eingeweiht. Alle Fakten dazu finden Sie hier.

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Aktuelles

vom 19.07.2012 - 18:00 Uhr

Besuch der Jugend-Kultur- und Folkloregruppe aus Bački Jarak

 

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(Bericht übernommen aus dem Artikel von Inge Morgenthaler für: “Der Donauschwabe - Mitteilungen"
   und das "Donautal-Magazin".)


Besuch einer Gruppe des Kulturvereins aus Bački Jarak / Serbien
vom 7. bis 14. Juli 2012

Die Gruppe des Kulturvereins (KUD-JARAK) mit 33 Personen, darunter 25 Jugendliche,  kam auf Einladung des Bundesverbandes der Donauschwaben am 07.07.2012 in Mosbach an, wo sie vom Vorsitzenden der Landsmannschaft Mosbach, Anton Kindtner, und dem Vorsitzenden des Bundesverbandes der Donauschwaben, Hans Supritz, herzlich begrüßt und willkommen geheißen wurden. Die Gruppe wurde im Haus der Donauschwaben untergebracht und auch dort verköstigt. Die Mitglieder der Trachtengruppe der Donauschwaben in Mosbach kümmerten sich rührend um die Gäste. Da der Platz im Haus nicht ganz reichte, übernachteten einige privat bei Landsleuten. Am Samstag machten sie einen Besuch im Verkehrsmuseum in Sinsheim. Sie waren so begeistert von den Autos und Flugzeugen, dass sie sich kaum davon trennen wollten.

Am Sonntagvormittag besichtigten sie die Eberstadter Tropfsteinhöhle und am Nachmittag hatten sie ihren ersten Folklore-Auftritt, zusammen mit Jugendlichen aus Mosbach, vor sehr viel Publikum auf dem Marktplatz von Mosbach im Rahmen des „Mosbacher Sommers“. Zuerst zeigten sie schwungvolle Tänze und sangen dreistimmige Lieder in Trachten aus der Heimat ihrer Vorfahren, aus der Krajina. Danach tanzten und sangen sie in der Tracht der Vojvodina, in der Bački-Jarak liegt. Sie bekamen herzlichen Beifall und wurden um einige Zugaben gebeten. Nach der Veranstaltung traf man sich im Vereinsheim um sich näher kennen zu lernen.

Am Montag fuhren sie dann weiter in die Jugendherberge Mannheim. Hier wurden sie von Herrn Jerger und weiteren Landsleuten begrüßt und dann ging es auch schon auf eine Besichtigungsfahrt zur Burg Berwartstein und durch die Weinberge der Südpfalz. Am Nachmittag konnten sie sich im Schwimmbad erfrischen, was ihnen ganz besonders gut gefiel.

Am Abend brachte sie der Bus ins Haus „Pannonia“ nach  Speyer, wo sie sich mit donauschwäbischen Landsleuten trafen. Zur Begrüßung in der mit über 100 Besuchern gut gefüllten Halle war, neben Herrn Jerger, die Generalkonsulin der Republik Serbien, Frau Alexandra Djordjevic gekommen. Sie begrüßte die jungen Leute in ihrer Muttersprache und fand sehr gute Worte für ein freundliches Miteinander hier in Europa, wozu die Gruppe auch beitragen könnte. Auch hier zeigte die Gruppe ihre kulturellen Darbietungen mit denen sie das Publikum unter großem Beifall begeisterten.

Am Mittwochmorgen ging es dann weiter zur Patengemeinde der Jareker, nach Beuren. Am Jarek Platz hatte sich schon eine Gruppe von Leuten zum Empfang eingefunden, darunter der Bürgermeister von Beuren, Erich Hartmann, der Vorsitzende des OA Jarek, Michel Rettinger, Hans Supritz, einige Mitglieder des OA Jarek, sowie einige Jareker aus der Umgebung und Stefan Barth, der als Dolmetscher eigens aus Erlangen angereist war.

Bild 1  -  Die Folkloregruppe aus Bački Jarak am Jarek-Platz
beim Besuch in Beuren mit ihren Gastgebern
vom OA Jarek, der Jareker Patengemeinde Beuren
und dem Bundesverband der Donauschwaben.

Als der Bus dann schließlich mit einiger Verspätung in Beuren eintraf, gab es nur eine kurze Begrüßung am Jarek-Platz durch Michel Rettinger. Auch Bürgermeister Hartmann begrüßte die Gäste sehr herzlich und wies auf die seit 25 Jahren bestehenden freundschaftlichen Beziehungen zwischen Beuren und den Jarekern hin. Die Reden wurden von Stefan Barth übersetzt. Dann führte der Bürgermeister die Gäste in den Garten der Panorama-Therme, wo Getränke für die Gruppe bereitstanden, denen die jungen Leute nach der langen Fahrt eifrig zusprachen. Darauf zeigte er ihnen die gepflegte Außenanlage der Therme, von der die Jugendlichen begeistert waren. Sie wären am liebsten auch gleich in eines der drei Außenbecken gesprungen. Von einem erhöhten Punkt aus erklärte er ihnen die Anlage der Therme, die mit drei Außen- und drei Innenbecken, vielen Dampfgrotten, gepflegten Ruheräumen und einer modernen großen Saunalandschaft zu den schönsten Thermen Süddeutschlands zählt. Nach einem Spaziergang durch die Obstbaumwiesen am Fuße des Hohenneuffen, vorbei am Fachwerk–Rathaus und durch die schön gestaltete neue Ortsmitte gab es schließlich ein gemeinsames Mittagessen im Heiligenkeller. Vorher begrüßte der OA Vorsitzende, Michael Rettinger, jetzt die Gäste ausführlicher, wieder übersetzt von Stefan Barth. Daran schloss sich Hans Supritz mit seiner auf Serbisch gehaltene Rede an. Glücklicherweise konnten einige Jugendliche Englisch, einige Jareker etwas Serbisch, so dass eine Unterhaltung stattfinden konnte. Sie erzählten begeistert von ihren Erlebnissen, Begegnungen und Eindrücken der vergangenen Tage. Nur ein einziges Mitglied der Gruppe war vorher schon einmal in Deutschland. Alle anderen waren noch nie im Ausland gewesen und deshalb erschien ihnen alles neu und aufregend.

Um drei Uhr musste man sich trennen und der Bus brachte die Gruppe nach Ulm in die Jugendherberge. Am späten Nachmittag hatten sie ihren ersten Auftritt beim Internationalen Donaufest, wo sie auch auf Landsleute aus Serbien trafen. Auch hier fanden ihre folkloristischen Darbietungen großen Anklang. An den beiden nächsten Abenden traten sie mit wechselndem Programm auf und hatten großes Glück, weil es  jedes Mal während ihrer Auftritte nicht regnete. Der Besuch von Schloss Neu-Schwanstein am Donnerstag, eine Führung durch die historische Altstadt und das weltberühmte Ulmer Münster waren weitere Programmpunkte ihrer Reise.

Bild 2  -  Die Gruppe vor dem Donauschwäbischen Zentralmuseum in Ulm.

Auch das Donauschwäbische Zentralmuseum, das viel von der multiethnischen Geschichte Südosteuropas erzählen kann, wo die Donauschwaben einst in guter Nachbarschaft mit den anderen Nationalitäten lebten, konnten sie besichtigen. Daneben hatten sie auch noch etwas Freizeit zum Bummeln und Einkaufen in der Fußgängerzone von Ulm.

Erfüllt von den vielen Eindrücken und dem freundlichen Empfang durch die Donauschwaben traten sie schließlich nach einem nochmaligen Rundgang durch das Donaufest ihre lange Heimreise an. Bei dieser Gelegenheit verabschiedeten sie sich von ihren Landsleuten aus Serbien, die sie hier kennen gelernt hatten.

Der gesamte Aufenthalt war hervorragend vom Bundesverband der Landsmannschaft der Donauschwaben mit Unterstützung seiner Landesverbände Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz organisiert. Der Besuch sollte ein Beitrag sein zur Völkerverständigung zwischen den Donauländern im Südosten und Deutschland. Dieser Vorgabe ist er voll und ganz gerecht geworden.


Inge Morgenthaler, OA Jarek - im Juli 2012

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In der folgenden “Bildergalerie“ sind 17 Bilder vom Besuch der Folkloregruppe
aus Bački Jarak am 11. Juli 2012 in Beuren, der Jareker Patengemeinde.

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Download der pdf-Datei:

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